Historie

Die klassischen Memoiren sind die „Memorabilien“ des griechischen Geschichtsschreibers Xenophon. Berühmt geworden sind auch Jean-Jacques Rousseaus „Bekenntnisse“ oder die „Gedanken und Erinnerungen“ des Otto von Bismarck, und jeder kennt Johann Wolfgang von Goethes „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit“. Aber nicht nur solche berühmten Leute haben Memoiren verfasst. Zur Zeit der französischen Revolution schrieben selbst Henker, so zum Beispiel der Scharfrichter Samson von Paris, ihre Memoiren, und in späteren Zeiten verfassten auch viele „unbekannte“ Leute ihre Erinnerungen. Denken Sie beispielsweise an Anna Wimschneider, die in dem Buch „Herbstmilch“ ihre Lebenserfahrung als Bauerntochter schildert.

Auch Ihre Memoiren sind ein Stück Zeitgeschichte, selbst wenn Sie nicht als bedeutender Politiker in die Geschichte eines Landes eingegriffen haben, selbst wenn Sie kein „Star“ sind und keiner Forschung entscheidende Impulse oder Wendungen gegeben haben. Einfach nur durch ein ganz „normales Leben“ zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort haben Sie Kenntnisse und Erlebnisse, die möglicherweise in keinem Geschichtsbuch stehen, aber Ihre Kinder, Enkel und Freunde trotzdem - oder gerade deshalb –interessieren.